Fachberatung

Stauden vermehren im Spätsommer
oder Herbst

Vielleicht macht es Sinn, im Vorfeld zunächst einmal zu klären, was sich hinter dem Begriff Stauden verbirgt. Zu dieser Pflanzengruppe zählen im Wesentlichen Blütenpflanzen, die in der Regel bis auf wenige Ausnahmen nicht verholzen und teilweise immergrün bleiben. Sie überdauern meistens viele Jahre, blühen zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten und weisen Wuchshöhen von wenigen Zentimetern bis mehreren Metern auf. (Sempervivum 2–3 cm / Macleaya cordata 2–3 m). Die genaue Anzahl an Stauden ist kaum überschaubar, zumal es von den meisten Gattungen viele Arten, aber auch Unterarten und vor allem viele Sorten gibt. Für eine gewisse Ordnung im Reich der Stauden gilt eine Einteilung nach Lebensbereichen, an der sich Liebhaber von Stauden recht gut orientieren können. Die Lebensbereiche spiegeln die idealen Standorte und gleichzeitig eine mögliche Gruppierung für Wildstauden und deren Hybriden wieder. Man unterscheidet nach Hansen/Stahl sieben unterschiedliche Lebensbereiche die nachstehend aufgeführt sind:

1. Lebensbereich Gehölz
2. Lebensbereich Gehölzrand
3. Lebensbereich Freiflächen
4. Lebensbereich Steinanlagen
5. Lebensbereich Beet
6. Lebensbereich Wasserrand/feuchte Bereiche
7. Lebensbereich Wasser

Diese Hauptbereiche unterteilen sich dann weiter in genau definierte Beschreibungen, die letztlich zu einer sehr guten Übersicht führen, was die Verwendung von Stauden im Garten betrifft.

Warum lassen sich Stauden im Herbst
am besten vermehren?

Die Staudenvermehrung gelingt im Herbst am besten, weil die meisten Pflanzen dann nicht mehr blühen und die Hauptvegetationsperiode sich dem Ende nähert und die Pflanzen allmählich mit ihrer Ruhephase beginnen. Gleichzeitig sind aber die Wachstumsbedingungen im Oktober noch so gut, dass die Vermehrungen noch neue Wurzeln bilden, anwachsen und gut durch den Winter kommen.

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Ihr Peter Hagen
(Text und Fotos)