Fachberatung

Schönheit im Winter – Helleborus

Alljährlich im Dezember findet man sie wieder in allen Blumen- geschäften, Gartencentern oder Pflanzenabteilungen der Bau- märkte, die Christrose. Dieser sehr frühe Blühtermin löst bei dem einen oder anderen Blumenfreund eine gewisse Verwunderung aus, denn seine eigenen Pflanzen im Garten blühen erst im März und nicht bereits im Dezember.
Für diesen „vorzeitigen“ Blühtermin gibt es aber auch eine Erklärung, der mit dem Namen dieser Pflanze eng in Verbindung steht. Auf Grund einer gärtnerischen Tradition wird die Christrose seit ewigen Zeiten so kultiviert oder herangezogen, dass sie immer um die Weihnachtszeit blüht. Was anfänglich als absolute gärtnerische Herausforderung galt, hat sich in der vergangenen Zeit durch Selektionen wesentlich vereinfacht. Noch vor wenigen Jahren mussten dafür geeignete Pflanzen auf Feldern gerodet und in großen Kisten gelagert werden. Sobald ein Teil der Pflanzen dann Blüten ansetzte, wurden diese in Töpfe gepflanzt und teilweise mit Zusatzlicht versorgt. Am kompliziertesten war dann die Temperatursteuerung, die ständig angepasst sein musste. Für den Gärtner bedeutete das, dass er die Pflanzen umher tragen musste wie eine Katze ihre Jungen. Durch ständiges Selektieren ist man zwischenzeitlich auf extrem früh blühendes Pflanzen- material gestoßen und die werden in der heutigen Zeit über Gewebekulturen millionenfach weitervermehrt. Ob das nun unbedingt ein Segen für diese wunderschöne Pflanze bedeutet, ist recht fragwürdig. Stellt man eine blühende Christrose in der Weihnachtszeit in den Innenraum, ist hier die Temperatur zu hoch und die Luft zu trocken. Bekommt sie zudem noch zuviel Wasser, stirbt sie meistens vorzeitig ab. Macht man es richtig und stellt sie nach draußen, kann durch Frosteinwirkung (ca. –5°C) die Blüte zerstört werden. Als winterharte Staude nimmt die Pflanze selbst den Frost nicht übel. Allerdings übersteht sie das ausgepflanzt auch besser als in einem Topf.

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Ihr Peter Hagen
(Text und Fotos)