Fachberatung

Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung ein Begriff, den jedermann schon einmal gehört hat, aber vielleicht nicht gleich damit etwas anfangen kann. Diese vom Menschen ausgelöste Störung ist viel länger bekannt, als man glaubt. Es gesellt sich nahtlos zu all den weltweit vorhandenen Problemen, die wir ohnehin schon mit unserer Umwelt und der Natur haben. Erschreckend ist, dass die Lichtverschmutzung ständig zunimmt und eine erwünschte Verringerung erst gar nicht eintritt. Diese Verunreinigung mit Licht wird in unserem Sprachgebrauch auch als Lichtsmog oder Lichtimmission bezeichnet. Im englischen wird dieser Umwelt schädigende Lichteffekt auch als lightpolloution oder lightsmog bezeichnet. Unsere Natur unterscheidet klar zwischen einem Tag- und einem Nachtzyklus, bei dem in der zweiten Tageshälfte (also nachts) eigentlich kein Licht vorgesehen ist. Unmittelbar am Äquator geht die Sonne jeden Morgen pünktlich um 6 Uhr auf, abends wird es fast schlagartig um 18 Uhr dunkel. Die einzigen natürlich vorkommenden Lichtquellen ergeben sich durch den Sternenhimmel und den Mond. Je weiter wir uns vom Äquator entfernen, desto größer werden die zeitlichen Unterschiede. Lichtverschmutzung wird ausgelöst durch große, aber auch kleinere nach oben gerichtete Lichtquellen, die in den Schichten der Atmosphäre mit Schwebstaub und Wassertröpfchen, Aerosolen, sowie Nebel stark reflektieren. Hierdurch entstehen über Städten oder dicht besiedelten Landstrichen die weithin sichtbaren Lichtglocken, die wie eine riesige Haube weit oben am Himmel stehen. Man hat errechnet, dass eine Stadt mit nur etwa 30.000 Einwohnern ein Gebiet von etwa 25 km aufhellt. Großstädte und Industrieanlagen, gefolgt von der Straßenbeleuchtung und der Leuchtreklame, sind die Hauptverursacher der gegenwärtigen Lichtverschmutzung. Weitere nicht zu unterschätzende Lichtquellen ergeben sich aus Videowänden, Flutlichtanlagen, aber auch jede andere Art von Beleuchtungsanlagen, die ihr Licht auf verschwenderische Art und Weise (sozusagen ungenutzt) nach oben oder seitlich abstrahlen.

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Ihr Peter Hagen