Pflanzenportrait

Eberesche (Sorbus aucuparia)

 
 

Ein Baum für jede Jahreszeit
Man kann Vögel füttern. Und man kann Ebereschen pflanzen. Die Bäume nennt man aus gutem Grund auch Vogelbeeren: 63 Vogelarten fressen die Beeren, die bis in den Winter an den Bäumen bleiben. Auch 20 Säugetierarten wie Mäuse, Dachse oder Wild nehmen die Eberesche gerne als Nahrung an. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sind die Früchte, die kleinen Äpfeln ähneln, nicht giftig. Ihr Geschmack ist jedoch sehr herb, so dass wir sie lieber als Marmelade und nicht pur zu uns nehmen.
Auch bei Insekten ist die Eberesche beliebt. Die ab Mai erscheinenden Blüten locken durch ihren strengen Geruch Käfer und Fliegen an. Doch auch Wildbienen und Schmetterlinge interessieren sich für das reichhaltige Nektarangebot. Die Frühlings-Seidenbiene sammelt hier ihren Pollen für den Nachwuchs.
Viele Falterarten nutzen die Blätter der Eberesche als Nahrung. Im Herbst verliert der Baum sein sattes Grün zugunsten einer feuerroten Herbstfärbung. Fällt das Laub dann ab, verrottet es schnell und trägt zur Humusbildung bei.
Weil auch die Krone eher licht bleibt, ist die Eberesche ein perfekter Baum für jeden Garten, besondere Ansprüche an den Boden stellt sie nämlich auch nicht.
Weitere Infos zur Frühlings-Seidenbiene unter:
https://www.deutschland-summt.de/wildbiene-des-monats.html.

Markus Schmidt und Dominik Jentzsch, Stiftung für Mensch und Umwelt

www.deutschland-summt.de